Subaru als Zugfahrzeug
Text: Johann Kitzberger Foto: Hans Friedrich
Gespannfahren ist Teamwork: Nicht nur Zugfahrzeug und Anhänger müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Manchmal braucht es auch einen Assistenten, entweder „in echt“ oder elektronisch. Subaru-Modelle nehmen Lasten gekonnt an den Haken, vom Anhänger bis zum Caravan.
Alle, für die ein Auto auch ein robustes Werkzeug sein soll für Arbeit, Alltag oder Hobby, haben beim Kauf eines Anhängers einen Wunsch: Sie wollen viel schwere oder sperrige Ladung transportieren. Deswegen legen sie schon beim Kauf des Zugfahrzeugs Wert auf eine große Anhängelast. Subaru trumpft in dieser Hinsicht mit dem neuen Forester und dem aktuellen Outback auf. Der neue Subaru Forester des Jahres 2025 darf einen gebremsten Anhänger mit 1.870 kg Anhängelast bis 12 % Steigung ziehen. Bis zu 8 % Steigung und bei Einhaltung der Auflagen zur Verbindungseinrichtung sogar 2.055 kg. Die ebenfalls wichtige Stützlast beträgt 100 kg. Der Subaru Outback schleppt bei 12 % Steigung 2.000 kg, bei 8 % Steigung und bei Einhaltung der Auflagen zur Verbindungseinrichtung sind es sogar 2.200 kg. Nur die Stützlast fällt mit 90 kg um 10 kg geringer aus.
Subaru Outback (2024) 2.5i Trend: Energieverbrauch (l/100 km) kombiniert: 8,6; CO₂-Emission (g/km) kombiniert: 193; CO₂-Klasse: G
Subaru Forester (2024) e-Boxer 2.0ie: Energieverbrauch (l/100 km) kombiniert: 8,1; CO₂-Emission (g/km) kombiniert: 185; CO₂-Klasse: G
Subaru Forester (2025) e-Boxer 2.0ie: Energieverbrauch (l/100 km) kombiniert: 8,1; CO₂-Emission (g/km) kombiniert: 183; CO₂-Klasse: G

„Wir nutzen die nationalen Regelungen voll aus“, sagt Jörg Kracke, Leiter Kundendienst bei Subaru Deutschland. Über die Leistungsdaten hinaus empfehlen sich Subaru-Modelle mit weiteren Talenten als Zugfahrzeug. Jörg Kracke erklärt, dass die Kombination von Allradantrieb und bauartbedingtem tiefen Schwerpunkt eine hervorragende Eigenschaft für den Gespannbetrieb bildet.
Handwerker hatten die Gelegenheit, bei einem Anhänger-Workshop Outback und Forester mit Anhängern auszuprobieren. Subaru hatte sich dafür auf dem ADAC-Fahrsicherheitsgelände in Weilerswist den Anhängerhersteller Böckmann als Kooperationspartner dazugeholt. Die Teilnehmer bekamen zunächst das korrekte An- und Abkuppeln vorgeführt, bevor sie Rangierübungen und Notbremsungen trainierten. Schon beim Ankuppeln zeigte sich, dass es auf die Details ankommt. Die Instruktoren wiesen auf einen häufig gemachten Fehler beim Befestigen der Sicherheitsleine hin: Oft wird die Leine nur mit einer Schlaufe über die Anhängerkupplung gezogen. Viel sicherer ist es, die Sicherheitsleine an der Abschleppöse oder einem fest mit dem Fahrzeug verbundenen Bauteil des Pkw sicher zu verbinden. In vielen europäischen Ländern ist das ohnehin vorgeschrieben.
Zunächst muss der Fahrer zum Ankuppeln rückwärts an den Anhänger heranfahren. Praktisch: Das Bild der Rückfahrkamera gibt beim Rangieren Orientierung über die Ausrichtung des Anhängers. Anschließend wird die Kurbel betätigt, bis das Kupplungsmaul auf dem Kupplungshaken einrastet. Im nächsten Schritt wird das Stützrad bis ganz nach oben geschoben. Ein kleiner Kniff beim Elektrostecker bewirkt einen großen Nutzeffekt: das Kabel oben über die Zugdeichsel führen, bevor der Stecker in die Steckdose geschoben wird. Das verhindert das Durchhängen des Kabels, was dazu führen kann, dass es über die Straße schleift.
Die Länge des Gespanns verlangt beim Kurvenfahren weitere Radien. Beim Bremsen muss sich der Fahrer wegen des höheren Gewichts auf längere Bremswege einstellen. Interessant wurde es bei den Übungen mit eng gesteckten Kurven. Spät einlenken und dann den richtigen Punkt für das Gegenlenken finden – hier berührten die Anhänger oft die Pylonen.
Einen kleinen, aber wichtigen Kniff beim Rückwärtsfahren hatten die Teilnehmer bereits verinnerlicht: Bevor man rückwärtsfährt, erst einen bis zwei Meter vorwärts fahren. Damit zieht man das Gespann gerade und muss nicht schon beim Anfahren korrigieren. Bei einem flachen Anhänger gestaltet sich die Rückwärtsfahrt noch einfach. Hängt aber ein hoher und breiter Anhänger hintendran, wird in der Regel ein Einweiser notwendig. Der Fahrer fokussiert sich dann beim Rangieren auf einen Spiegel und der Einweiser kontrolliert die andere Fahrzeugseite. Steht kein Einweiser zur Verfügung, sind Gegenstände als Markierung hilfreich.

Aber auch beim Fahren sind Anhänger nicht immer ein „Selbstläufer“. Ein schlingerndes Gespann durch Beschleunigen stabilisieren? Das klappt nicht, betonen die Experten. Geschwindigkeit abbauen ist der richtige Weg! Noch besser, wenn die Technik mithilft. Ein weiteres Highlight für alle Forester-Modelle ist das Gespann-Stabilisierungssystem für den Anhängerbetrieb. Dieses vermeidet das Schlingern des Anhängers, indem eine elektronisch gesteuerte Fahrdynamik-Regelung einzelne Räder gezielt abbremst und damit das Gespann stabilisiert.
Auch das weiterentwickelte Allrad-Assistenzsystem X-Mode, das mit verschiedenen Modi auf tückische Straßenverhältnisse eingestellt werden kann, hilft mit. Die Bergabfahrhilfe „Hill Descent Control“ unterstützt den Gespannfahrer mit einer kontrollierten und konstanten Geschwindigkeit auf Gefällstrecken.

Ankuppeln findet idealerweise auf einer ebenen Fläche statt. Gegebenenfalls den Anhänger dabei mit einem Unterlegkeil zusätzlich sichern.
Das Zugfahrzeug dabei stets so positionieren, dass sich das Kupplungsmaul des Anhängers knapp über der Anhängerkupplung befindet.
Die Feststellbremse des Anhängers lösen und dann das Stützrad mit der Kurbel so weit absenken, bis das Kupplungsmaul der Anhängerdeichsel hörbar auf der Anhängerkupplung eingerastet ist. Danach das Stützrad bis ganz nach oben schieben und in dieser Position verriegeln.
Die Sicherheitsleine befestigen: Am besten nicht nur eine Schlaufe über die Kupplung ziehen, sondern das Sicherungsseil fest an der Abschleppöse oder einem anderen festen Bauteil des Zugfahrzeugs sichern. Falls sich während der Fahrt der Anhänger abkuppelt, löst dieses Sicherungsseil die Bremsung des Anhängers aus. Achtung: Diese Art der Befestigung ist in einigen Ländern Europas Vorschrift!
Elektrokabel über die Deichsel legen, damit das Kabel nicht durchhängt und beim Schleifen auf der Straße beschädigt wird.
Abkuppeln in der umgekehrten Reihenfolge. Auch hier darauf achten, dass der Vorgang auf einer ebenen Fläche stattfindet.
Klasse B, B 96 oder BE? Mit welcher Klasse kann ich welchen Anhänger ziehen? Mehr dazu auf der Homepage der digital advisors GmbH.
In einem Artikel erklärt der ADAC Grundlagen zum Fahren mit Anhänger, vom richtigen Ankuppeln bis zum Rangieren.
Im Idealfall liegt der Schwerpunkt genau über der Achse. Schon leichte Abweichungen machen das Gespann instabil. Das Video des ADAC zeigt, wie wichtig die richtige Positionierung ist.

Kurven müssen mit einem Gespann mit einem größeren Radius befahren werden. Dabei unbedingt auf den Gegenverkehr achten!
Tempolimits unbedingt einhalten. Denn das Schlingern eines Gespanns setzt schlagartig ein, schon eine Überschreitung um 10 km/h kann fatale Folgen auslösen.
Abstände sind im Gespannbetrieb besonders wichtig. Denn der längere Bremsweg des Gespanns muss beim Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug mit einberechnet werden.
Rückwärtsfahren kann wegen eingeschränkter Sicht schwierig sein. Wenn möglich, von einer Hilfsperson einweisen lassen.
Beleuchtung und Elektroanschluss des Anhängers regelmäßig kontrollieren.
ist die maximal zulässige Last, die ein Kraftfahrzeug hinter sich herziehen darf. Maßgeblich ist dabei nicht das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers, sondern die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs und die tatsächliche Masse (Achslast) des Anhängers.
ist das maximale Gewicht, das von oben auf die Anhängerkupplung wirken darf. Die StVZO schlägt die Stützlast dem Zugfahrzeug zu und zieht sie vom tatsächlichen Anhängergewicht ab. Angaben zur Stützlast gibt es sowohl für das Zugfahrzeug als auch vom Hersteller des Anhängers für Deichsel und Auflaufvorrichtung. Bei unterschiedlichen Werten gilt der kleinere Wert.
zieht auch bei Pkw-Anhängern Bußgeld und Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg nach sich. Bei Anhängern über zwei Tonnen zulässigem Gesamtgewicht löst bereits das Überladen um 5 Prozent ein Bußgeld aus.
Das Kupplungsmaul muss die Kugel der Anhängerkupplung komplett umfassen. Damit man nicht nach Gehör oder nach Gefühl vorgehen muss, springt die rote Markierung beim korrekten Einrasten leicht nach oben und zeigt dann eine grüne Markierung. Erst bei Grün kann man den nächsten Schritt beim Ankuppeln angehen und die Sicherungsleine befestigen.
Beim Überschreiten der zulässigen Anhängelast drohen Strafen. Eine Überschreitung um 5 Prozent kann als Toleranz gewertet werden. Über 5 Prozent drohen Bußgelder und gegebenenfalls Punkte in Flensburg. Ab 20 Prozent werden 95 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig, ab 25 Prozent 140 Euro und ein Punkt und bei einer Überladung ab 30 Prozent sind 235 Euro und ein Punkt die Folge.
| Modell | Anhängelast* gebremst | Stützlast |
|---|---|---|
| FORESTER (2025) | bei 12 % Steigung: 1.870 kg |
100 kg |
| bei 8 % Steigung: 2.055 kg | 100 kg | |
| OUTBACK | bei 12 % Steigung: 2.000 kg | 90 kg |
| bei 8 % Steigung: 2.200 kg | 90 kg | |
| CROSSTREK | bei 12 % Steigung: 1.270 kg | 80 kg |
| bei 8 % Steigung: 1.400 kg | 80 kg | |
| SOLTERRA | bei 12 % Steigung: 750 kg | 75 kg |
*Alle Angaben: bei Einhaltung der Auflagen zur Verbindungseinrichtung

Alle Subaru-Modelle für Camping und Outdoor sowie viel Wissenswertes rund um den Einsatz als Zugfahrzeug bietet eine eigene Website. Dort sind gute Gründe und interessante Fakten zu lesen, warum sich ein Subaru als Zugwagen eignet. Erfahren Sie hier mehr über Technik, Ausstattung und Zubehör.
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