Auf Tour mit Subaru
Text: Manuel Eder Foto: Jörg Schwieder
Wer auf der A 92 losfährt, kann mit der richtigen Autobahnausfahrt im Mittelalter ankommen: Landshut lockt mit Altstadt-Charme, Isar-Entschleunigung und Burgen-Pracht. Eine Städtetour im Subaru zwischen Cappuccino und Honigwein anno 1475.
Zum Glück mussten wir für unsere Reise ins Mittelalter kein Pferd satteln. Um Pferdestärken, Allrad und Boxermotor hätte uns Herzog Georg anno 1475 aber garantiert beneidet. 100 kW (136 PS) stehen im Impreza bereit, die Lineartronic bringt den Schub souverän auf die Straße – oder stilecht aufs Kopfsteinpflaster. Unterwegs waren wir in der Ausstattungslinie „Platinum“, inklusive elektrischem Glasschiebedach für königliche Ausblicke.
Subaru Impreza 2.0ie, 100 kW (136 PS): Energieverbrauch (l/100 km) kombiniert: 7,3; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert: 166; CO₂-Klasse: F

Von oben wirkt Landshut wie auf einem historischen Gemälde: dicht an dicht stehen die roten Dächer, dazwischen ragt St. Martin in den Himmel. Eine Altstadt, die ihr mittelalterliches Gesicht bewahrt hat.

Wer an die Isar denkt, ist gedanklich eigentlich schon auf der Autobahn Richtung München unterwegs. Klar, die bayerische Landeshauptstadt schmückt sich gerne mit dem Gletscherfluss aus dem Karwendelgebirge, schließlich will man neben der gemütlichen Berliner Spree und der geschäftigen Hamburger Elbe nicht untergehen. Eine Stadt, die etwas auf sich hält, hat schließlich auch einen stattlichen Fluss zu bieten. Doch wer unbeirrt auf der Autobahn A 9 Richtung Süden bleibt, könnte ein echtes Highlight verpassen. Daher nehmen wir auf Tour im Subaru Impreza am Autobahndreieck Neufahrn lieber die Abfahrt und folgen auf der A 92 dem Lauf der Isar Richtung Osten. Das Navi sagt „Landshut“, doch eigentlich steuern wir das Spätmittelalter an: Wittelsbacher Residenz und Backsteingotik, Burg und märchenhafte reiche Handelsstadt: In kaum einer anderen Stadt kann man so stilvoll in der Zeit zurückreisen wie in Landshut.
Schon vor der Stadtgrenze erhebt sich Burg Trausnitz eindrucksvoll über Landshut und grüßt Besucher aus rund 150 Metern Höhe vom Hofberg herab. Die mächtige Anlage war ab 1204 der steingewordene Machtanspruch der Herrschenden. Die Wittelsbacher residierten hier rund 250 Jahre und gleich drei von ihnen – Heinrich der Reiche, Ludwig der Reiche und Georg der Reiche – haben sich als die sprichwörtlich „reichen Herzöge“ von Niederbayern ein Denkmal gesetzt. Prunkvolle Hofhaltung, reiche Schatzkammern und die grandiose „Landshuter Hochzeit von 1475“ erzählen bis heute von märchenhaftem Wohlstand.
In den verwinkelten Gassen und auf den engen Plätzen der Altstadt sind wir froh um den wendigen Impreza – so wird die Parkplatzsuche zum Kurzprogramm. Auch wenn der symmetrische, permanente Allradantrieb des Subaru auf dem trockenen und griffigen Kopfsteinpflaster an diesem Spätsommertag kaum gefordert ist, schätzen wir den Komfort des Fahrwerks und den leisen Innenraum, der uns entspannt durch die Stadt trägt. Wer es noch müheloser mag, stellt das Auto auf dem großen Parkplatz „Grieserwiese“ ab und spaziert in fünf malerischen Minuten am Isarufer entlang direkt ins Zentrum.
Drehort mit Geschichte
„UM HIMMELS WILLEN“ TRIFFT DIE „LANDSHUTER HOCHZEIT“


Zwei Dinge sind in Landshut gesetzt: „Um Himmels Willen“ und die „Landshuter Hochzeit“. Wenn im TV selbst göttliche Argumente beim Bürgermeister nicht verfangen, geht es im historischen Festzug deutlich einfacher: Edle Paare geben sich beinahe himmlisch das Jawort.
Filmstadt Landshut: Tatort? Klar. Kinofilme? Auch. Aber richtig legendär wurde es mit der ARD-Vorabendserie „Um Himmels Willen“. 20 Jahre lang war Landshut als Drehbuch-Ortschaft „Kaltenthal“ die Bühne, wenn sich Bürgermeister Wolfgang Wöller (Fritz Wepper) mit Schwester Hanna (Janina Hartwig) hitzige Wortduelle lieferte.

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Man heiratet (meistens) nur einmal im Leben? Nicht so in Landshut! Hier gibt man sich alle vier Jahre das Jawort und lädt dazu gleich mal ein paar Hunderttausend Hochzeitsgäste ein. Die Hochzeit in XL ist eines der größten Historienspiele Europas: Rund 2.500 ehrenamtliche Teilnehmer stellen die glanzvolle Hochzeit von 1475 nach, bei der der junge Herzog Georg die polnische Königstochter Hedwig ehelichte. Die nächste Hochzeit ist übrigens 2027.
Mit einem Cappuccino in der Hand und der Stiftsbasilika St. Martin im Blick entfaltet sich dann die Altstadt in voller Farbenpracht: 700 Meter lang und 30 Meter breit ist die Prachtstraße, an der sich dicht an dicht pastellgelbe, himmelblaue oder rosarote Giebelhäuser der reichen Kaufleute und Bürger um ihren Platz in der ersten Reihe drängen. Weil hier nicht für alle gleichermaßen wohlhabenden wie selbstbewussten Handwerker und Adeligen Platz war, die etwas auf sich hielten, baute man kurzerhand eine zweite Prachtstraße. Sie verläuft fast parallel und kommt kaum weniger opulent daher.
Die Martinskirche ist eine imposante gotische Hallenkirche, deren Innenraum sich gefühlt fast bis zum Himmel streckt und deren Turm mit 130 Metern einer der höchsten Backsteintürme der Welt ist. Wer hoch droben in der mächtigen Burg aus dem Fenster blickt, hat damit ziemlich genau diesen Turm im Blick – vielleicht als kleine Mahnung der Kirchenfürsten in göttlicher Mission an die weltlichen Herrscher. Gut zu Fuß sollte man also sein, wenn man nicht nur die Altstadt sehen möchte, sondern auch den Hofberg aus eigener Kraft erklimmt. Wir wählen dann doch die kurvige Fahrt mit dem Impreza auf den Hofberg für einen Spaziergang über den Dächern.

Wenn Bewohner und Besucher in Landshut einen lauen Sommerabend genießen wollen, dann können sie das gleichermaßen herrschaftlich wie historisch auf nicht weniger als 700 Metern des prachtvollen Altstadt- Straßenzugs tun. Weil vieles davon Fußgängerzone ist, reiht sich hier ein Café oder Restaurant ans nächste. Die Schokoladenseite Landshuts genießt man daher am besten zu Fuß.
Mit einem Augenzwinkern fahren wir durch das „Burghauser Tor“ in Landshut. Es ist eines von zwei heute noch erhaltenen Stadttoren. Namensgebend war die Straße nach Burghausen, der zweiten Residenzstadt der niederbayerischen Wittelsbacher und bis heute ewigen Burg-Rivalin. Denn während Landshut sich alle vier Jahre mit einem der größten Historienspiele Europas schmückt, darf sich die Burganlage in Burghausen mit exakt 1.051 Metern als „weltlängste Burg“ rühmen. Wer also die bayerische Burgen-Tour komplett machen will, kann gleich noch die rund 80 Kilometer von der Isar an die Salzach weiterfahren.

Als 1475 der dritte der drei „reichen“ Herzöge – nämlich Georg – die polnische Prinzessin Hedwig heiratete, veranstaltete er eine so monumentale Party, dass man noch ein halbes Jahrtausend später darüber spricht. Alles von Rang und Namen reiste zum Schaulaufen nach Landshut, um tagelang bei Reiter- und Ritterturnieren, Festbanketten und einem spektakulären Hochzeitszug zu feiern. Wer damals etwas galt, war in Landshut mit dabei. Es sollte das letzte Adelsfest von europaweiter Bedeutung im ausgehenden Mittelalter sein. Selbstredend flossen damals Honigwein und Würzbier in Strömen.
Unten die Isar, hoch oben die Burg Trausnitz: Nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt, zeigt sich Landshut von einer ganz anderen Seite. Unter alten Bäumen gleitet der Blick über das Wasser, Enten ziehen ihre Bahnen und Möwen hoffen auf ein paar Krümel. Nach wenigen Minuten erreicht man die Mühleninsel – ein stiller, grüner Ort, perfekt für eine kurze Auszeit vom Stadttrubel.
Wenn bis heute alle vier Jahre diese epochale Hochzeit bei einem Historienspiel wieder aufgeführt wird, ist der Aufwand übrigens kaum kleiner. Die ganze Stadt ist dann monatelang im Ausnahmezustand, um eines der größten historischen Feste in Europa zu feiern, ausgezeichnet als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Die ausgewählten Laienschauspieler des ausrichtenden Historienvereins erkennt man dann schon lange vorher an ihren wallenden Haaren und dichten Bärten, der historisch akkuraten Darstellung der damaligen Haartracht zuliebe. Denn alles muss korrekt sein, vom Haarschnitt bis zum Kostüm, so der ehrgeizige Anspruch. Rund 2.500 Mitwirkende treten dann in ihren genau festgelegten Rollen auf, um drei Wochen lang und bei knapp 100 Einzelveranstaltungen das Hochzeitsfest wiederaufleben zu lassen, inklusive Ritterturnier und Mittelaltermarkt mit Musikern, Gauklern – und man ahnt es schon: jeder Menge Met.
Zurück an Bord des Subaru und auf dem Rückweg hinunter vom Hofberg stromern wir noch flüsterleise im intelligenten Fahrmodus, der nahtlos zwischen kurzem E‑Antrieb und der souveränen Boxerleistung des Mildhybrid‑Systems wechselt. Die Systemleistung liegt bei 100 kW (136 PS) und der selbstaufladende Stromspeicher an Bord des Subaru Impreza erlaubt kurze rein elektrische Fahrstrecken, etwa beim Rollen an der Ampel oder bei der Parkplatzsuche. Besonders gefallen hat uns das Glasschiebedach, das den Innenraum mit Licht flutet und großzügige Ausblicke eröffnet. Landshut wird uns in Erinnerung bleiben. Ob Tatort‑Kulisse, Mittelalter‑Bühne oder Altstadt‑Panorama – Landshut spielt jede Rolle überzeugend. Wir kommen garantiert wieder – spätestens im Sommer 2027, wenn sich die jungen Laienspiel-Adligen bei der 43. Auflage der Landshuter Hochzeit erneut das Jawort geben.

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Wer sich selbst ein Bild machen will von Landshut, kann schon einmal digital anreisen. Hier gibt es alle Tipps zur Städtetour sowie ein spektakuläres Sky-Diving-Video.
Genauso spannend ist ein virtueller Stadtrundgang, um schon einmal Vorfreude auf den eigenen Besuch zu wecken.


Eigens für die Anreise mit dem Auto gibt es einen praktischen Flyer mit allen Parkmöglichkeiten: