MODELLPREMIERE 2026
Text: Manuel Eder Foto: Jörg Schwieder
Mit der aktuellen Fahrzeugpremiere tritt Subaru den Beweis an, dass sich Allradtalent und elektrische Mobilität ideal ergänzen. Für einen exklusiven Modellrundgang mit dem Subaru-Experten Sven Zapletan waren wir zu Gast an einem ganz besonderen Ort, der städtische Mobilität im Lichte der letzten hundert Jahre inszeniert.
Ein Modell, das den Aufbruch schon im Namen trägt. Was für ein Ausrufezeichen. Vielleicht bringt dieses Detail die Bedeutung der Modellpremiere des neuen Subaru UNCHARTED am besten auf den Punkt. Der Name steht – frei aus dem Englischen übersetzt – für Aufbruch, neue Horizonte. Und das passt, denn nicht nur ist es das zweite vollelektrische Modell der Marke, sondern es zeigt auch eine völlig neue Designsprache. Mehr noch: Erstmals steht die Wahl zwischen Allrad- und Frontantrieb offen, je nach Vorlieben und geplanter Nutzung. Der Subaru UNCHARTED ist somit der erste Vertreter einer künftigen Modellpalette, die den neuen Kurs von Subaru aufzeigt.
Allrad oder Frontantrieb? Sie haben die Wahl! Das Allradsystem des UNCHARTED kombiniert in der Top-Version zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 252 kW/343 PS. Die 77-kWh-Batterie bietet dann Reichweiten von bis zu 495 km (WLTP). Daneben gibt es zwei Versionen mit Frontantrieb: ein reichweitenstarkes Modell mit einer Leistung von 165 kW/224 PS, 77-kWh-Batterie und bis zu 592 km Reichweite (WLTP) sowie eine Einstiegsvariante mit 123 kW/167 PS und 57,7 kWh Batteriekapazität, die eine Reichweite von bis zu 451 km (WLTP) erlaubt.
Allrad oder Frontantrieb? Sie haben die Wahl! Das Allradsystem des UNCHARTED kombiniert in der Top-Version zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 252 kW/343 PS. Die 77-kWh-Batterie bietet dann Reichweiten von bis zu 495 km (WLTP). Daneben gibt es zwei Versionen mit Frontantrieb: ein reichweitenstarkes Modell mit einer Leistung von 165 kW/224 PS, 77-kWh-Batterie und bis zu 592 km Reichweite (WLTP) sowie eine Einstiegsvariante mit 123 kW/167 PS und 57,7 kWh Batteriekapazität, die eine Reichweite von bis zu 451 km (WLTP) erlaubt.
Subaru UNCHARTED, MJ 2026 (123 kW–252 kW): Energieverbrauch (kWh/100 km) kombiniert: 13,5–15,7; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert: 0; CO₂-Klasse: A
Der Begriff „uncharted“ steht zudem für Entdecker und Reisende, die bereit sind für Neues. Und auch das beschreibt Subaru natürlich im Kern, buchstäblich. Denn der UNCHARTED ist in der Allradversion nicht nur eines der leistungsstärksten Subaru-Modelle aller Zeiten. Er tritt auch den Beweis an, dass sich E-Mobilität und Offroad-Kompetenz nicht nur ergänzen, sondern bereichern.



„Der Verkehr auf Schienen und auf der Straße verträgt sich im städtischen Raum traditionell recht gut.“
Jürgen Öllinger, Leiter des MVG Museums München
Schnell ist klar: Der Subaru UNCHARTED steht für eine etwas andere Modellpremiere. Gut – von der Straße auf die Schiene wechseln wir dann doch nicht. Obwohl beides gut zusammenpasst, wenn es nach Jürgen Öllinger geht. Er ist Leiter des MVG Museums München und unser Gastgeber in der bemerkenswerten Sammlung von historischen Trambahnen. Zusammen mit dem Subaru-Produktmanager Sven Zapletan dürfen wir hier die Modellneuheit besser kennenlernen.
„Der Verkehr auf Schienen und auf der Straße verträgt sich im städtischen Raum traditionell recht gut“, weiß Jürgen Öllinger. Das liegt vielleicht auch an der Sonderrolle, die die Tram für viele Städter spielt: „Einige Metropolen haben ‚ihre‘ Tram, die oft viele Jahrzehnte lang mit ihrer Form und Farbe das Stadtbild prägt und die so oft nur in einer einzigen Stadt ihre Runden dreht.“ Aber natürlich lässt es sich der gelernte Straßenbahnfahrer nicht nehmen, auch einmal im Subaru UNCHARTED Probe zu sitzen. „Schließlich fährt er genau wie eine Tram elektrisch“, schmunzelt er. Wir werden später noch mehr über diesen besonderen Ort erfahren, doch zunächst darf der Subaru UNCHARTED ins Rampenlicht.
Höhe
mm
Länge
mm
Breite
mm
Radstand
mm
Bodenfreiheit
mm
Anhängelast
kg
(bis zu; gebremst, Allradversion)
Gut zu sehen sind die sanft abfallende Dachführung und die spannungsvoll bis ins Heck geführte Seitenlinie. Dies verleiht dem UNCHARTED eine sportliche, fast coupéartige Silhouette. Dahinter steckt Design nach allen Regeln der Kunst. Die Türöffner sitzen hoch im Fensterrahmen, nicht auf Gürtelhöhe. Die Seitenfläche der hinteren Tür bleibt damit optisch geschlossen und verleiht dem Fahrzeug eher die Optik eines sportlichen Coupés mit zwei Türern als die eines familientauglichen Lademeisters mit vier Türen.
Die Front des Subaru UNCHARTED wird von einer Tagfahrlicht-Signatur mit sechs LED‑Elementen geprägt – vielleicht eine Anspielung auf die sechs Sterne des Subaru‑Logos. Sie formen die Lichtsignatur. Darunter sitzen – dezent im Stoßfänger – kompakte Hauptscheinwerfer, die das funktionale Fahrlicht liefern. Die Voll-LED-Technik bietet hohe Lichtausbeute und beste Sicht bei niedrigem Stromverbrauch. Das adaptive Fernlicht sorgt bei Dunkelheit für intelligente Ausleuchtung, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.
Das Cockpit des UNCHARTED ist klar gegliedert und auf Funktionalität getrimmt. Das beginnt mit dem Fahrerdisplay exakt im Blickfeld des Piloten. Es liefert die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Ihm zur Seite gestellt ist das Zentraldisplay, das Navigation, Kommunikation und Entertainment bündelt – oder wie hier zu sehen einen 360-Grad-Kamera-Rundumblick liefert. Mit echten Klimareglern und einer elegant integrierten Temperaturanzeige folgt Subaru dem Ansatz, häufige Funktionen bewusst haptisch auszuführen.
In komfortabler Griffweite gruppiert die Mittelkonsole die Steuerung rund ums Fahren. Der runde Drehregler zur Gangwahl ist intuitiv bedienbar und überzeugt im Alltag mit seiner Funktionalität. Die Taste für X-Mode liegt daneben. X-Mode steuert das weiterentwickelte Allrad-Assistenzsystem, das Antrieb, Bremsen und Traktionskontrolle gezielt auf schwierige Untergründe abstimmt. Mit der Taste Drive Mode wählt der Fahrer verschiedene Programme (Normal, Eco, Power), die das Beschleunigungsverhalten des Fahrzeugs anpassen.
Wir sind verabredet mit Sven Zapletan. Er ist einer der Subaru-Enthusiasten, mit dem man eine halbe Stunde lang fachsimpeln kann, ob die Motorhauben-Verriegelung der dritten oder vierten Modellgeneration besser einrastet. Wie gut, dass er für Subaru Deutschland als Leiter des Produktmanagements arbeitet. Man könnte ihn einfach „Produkt-Guru“ nennen und würde damit richtigliegen. Und weil das so ist, trifft er schon eine Stunde vor unserem Termin ein. Schnell wird klar, warum: Er lässt sich die Chance nicht entgehen, den Subaru UNCHARTED vom Autoanhänger bis in die Museumshalle zu fahren – selbst wenn das kaum 20 Meter sind. Wir wollen den andächtigen Moment gar nicht stören, doch aussteigen müsste Sven Zapletan jetzt doch wieder. „Das ist eines von nur einer Handvoll Vorserienmodellen in Europa und ich nutze jede Gelegenheit zum Probesitzen, und natürlich auch zum Probefahren“, entschuldigt er sich grinsend.

Auch für den Subaru-Experten Sven Zapletan (Fotos) war dieser Modellrundgang eine Premiere. Besonders gut gefallen haben ihm im Innenraum das Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnenschutzrollo und die Harman/Kardon-Soundanlage mit 10 Lautsprechern und Subwoofer: „Die macht ordentlich Alarm beim Soundcheck.“

Auf diesem Modellrundgang entdecken wir gemeinsam Technik und Details, die selbst Sven Zapletan bislang nur von Fotos kennt. Wie alle neuen Elektrofahrzeuge der Marke nutzt auch der UNCHARTED die weiterentwickelte „e-Subaru Global Platform“, die gezielt auf die Anforderungen vollelektrischer Antriebe ausgelegt ist. Damit ist der UNCHARTED Teil einer Offensive, mit der Subaru sein vollelektrisches Modellportfolio ausbaut. „Dass es sich um eine spezielle Architektur für E-Fahrzeuge handelt, ist wichtig“, führt der Experte aus. Denn nur so können Elektrofahrzeuge ihr Potenzial hinsichtlich Effizienz und Raumangebot ausspielen. Er verweist auf den tief platzierten Akku, der für einen niedrigen Schwerpunkt sorgt, während der lange Radstand und der flache Boden im Innenraum ein ausgezeichnetes Platzangebot garantieren. „Das letzte Quäntchen Optimierung holt man nur so heraus und nicht wenn man mit vielen Kompromissen eine Verbrenner-Plattform mit einem Akku bestückt“, erklärt Sven Zapletan.
Vor allem bei Letzterem – dem Allradantrieb – gibt es keine Kompromisse. Auf der gemeinsamen Plattform wurde dieser neu konzipiert und auf zwei elektrische Achsantriebe ausgelegt, die für permanente Traktion sorgen. Das Ergebnis ist ein elektrischer Subaru-Allrad, der das Drehmoment in Echtzeit zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Er reagiert schneller als mechanische Systeme. „Das Konzept eines Allradantriebs einerseits und der elektrische Vortrieb an beiden Achsen andererseits sind die ideale Kombination“, weiß Sven Zapletan. Er kennt die Eckdaten: Das Allradsystem kommt in den beiden Top-Versionen des UNCHARTED in Verbindung mit zwei Elektromotoren zum Einsatz. Diese entwickeln eine Systemleistung von 252 kW/343 PS und beschleunigen das Fahrzeug in 5,0 Sekunden von null auf 100 km/h. Die 77-kWh-Batterie ermöglicht Reichweiten von bis zu 495 km (WLTP). „Damit gehört der UNCHARTED zu den leistungsstärksten Serienmodellen der Marke – ein Leistungssprung, der durch die Elektrifizierung möglich wurde“, freut sich Sven Zapletan.
Neben der leistungsstarken Allradversion wurden auch zwei Modelle mit Frontantrieb aufgelegt. „Subaru baut Fahrzeuge für das echte Leben, nicht für Laborwerte“, unterstreicht Sven Zapletan. Daher können Kunden nun ihre Prioritäten setzen. Das reichweitenstarke Modell hat eine Leistung von 165 kW/224 PS und schöpft damit aus der 77-kWh-Batterie bis zu 592 km Reichweite (WLTP). Eine Einstiegsvariante mit 123 kW/167 PS und 57,7 kWh Batteriekapazität erlaubt eine Reichweite von bis zu 451 km (WLTP).
Allen Versionen gemein ist die Lade-Power, die die Subaru-Ingenieure der Modellneuheit verpasst haben. Sven Zapletan sortiert das für uns: „Sprechen wir zunächst über Schnellladen, also Gleichstrom-Laden (DC), das man häufig an Autobahnen oder mittlerweile auch in vielen Gewerbegebieten findet. Beim DC-Schnellladen wird die Batterie mit Gleichstrom versorgt, der Umweg über das Bordladegerät entfällt. Das macht das Laden – wie der Name schon sagt – besonders schnell.“ Doch der Ladepunkt ist nur die halbe Miete, denn auch das Fahrzeug selbst muss dafür ausgelegt sein. „Hier kommt die sogenannte Vorkonditionierung ins Spiel. Dabei wird die Batterie automatisch auf das Laden vorbereitet, indem sie auf die optimale Temperatur gebracht wird. Das ist im Winter wichtig, denn eine kalte Batterie lädt langsamer. Ist sie vortemperiert, kann das Fahrzeug an einer Schnellladesäule schneller – und schonender – Energie aufnehmen“, erklärt er. Bei einer Routenplanung über das Navi kennt der UNCHARTED die Ladestopps und kann errechnen, wann er die Temperatur der Batterie optimiert. Aber auch über das Fahrzeugmenü lässt sich die Vorkonditionierung manuell oder per Timer starten.

Erstmals bietet Subaru bei einem Elektrofahrzeug die Wahl zwischen Allrad- oder Frontantrieb. „Der Allrad bleibt das Leistungs- und Technik-Statement der Baureihe, während die Frontantriebe Subaru-typische Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit für neue Käufer zugänglich machen“, erklärt Subaru-Produktmanager Sven Zapletan.
Beim Laden im Eigenheim oder in der Tiefgarage des Mietshauses wird mit Wechselstrom (AC) geladen, also „Hausstrom“. Dafür wandelt das serienmäßige 22-kW-Bordladegerät den Energiefluss in Gleichstrom um. „AC-Laden ist nicht auf Tempo ausgelegt, sondern für Situationen, in denen man meist über Nacht ansteckt und schonend den Akku lädt“, erklärt Sven Zapletan. 22-kW-Lader nutzen dreiphasiges Laden. „Vereinfacht gesagt kann das Bordladegerät auf drei Leitungen gleichzeitig zugreifen und damit zügig laden“, so der Experte. Während an der heimischen Wallbox in der Regel 11 kW anliegen, lassen sich die vollen 22 kW vor allem an öffentlichen Ladepunkten in der Stadt ausschöpfen.
An einem Ort der Geschichte haben wir heute die Zukunft kennengelernt. Uns beeindruckt, wie der UNCHARTED für den Mut steht, neue Wege zu gehen, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen. Solange wir uns jetzt mit dem Museumschef über seine einmalige Ausstellung unterhalten, darf Sven Zapletan noch ein paar Minuten durch die Menüs des Zentraldisplays surfen oder die Harman/Kardon-Musikanlage ordentlich aufdrehen. Doch dann kommt für uns der Abschied auf Zeit, bis Mitte des Jahres der UNCHARTED auch auf der Straße stromert.
Das MVG Museum zeigt Münchens Nahverkehrsgeschichte – und lebt von Ehrenamt, Tradition und Technik.
MÜNCHNER GLEISKULTUR


Im MVG Museum in München stehen mehr als 100 Jahre Mobilitätsgeschichte unter einem Dach. Das Gebäude, einst eine Omnibus-Werkstätte, beherbergt heute historische Straßenbahnen und Busse. Im Gespräch berichtet der Museumsleiter Jürgen Öllinger über die Besonderheit der Münchner Tram sowie über seinen Weg vom Straßenbahnfahrer zum Museumschef.
Herr Öllinger, vielen Dank für die Einladung an diesen besonderen Ort. Woher stammen die historischen Fahrzeuge, und wer restauriert sie?
Es gibt zwei Straßenbahnvereine und den Omnibus-Club München, die viel ehrenamtliche Arbeit leisten. Zur Museumseröffnung vor knapp 20 Jahren wurden viele Fahrzeuge vollständig überholt, etwa der A-Wagen, unser ältestes Modell. Aktuell arbeiten wir für das Jubiläum „150 Jahre Straßenbahn“ an weiteren Zulassungen für den Jubiläumskorso.
Straßenbahnen wirken emotionaler als Busse. Warum ist das so?
Jede Großstadt hat ihre eigene Straßenbahngeschichte, eigene Fahrzeuge, eigene Hersteller. Die Tram ist Teil der Stadtgeschichte, vom Pferdewagen über Dampf zu elektrisch – und früh ein Beitrag zum Umweltbewusstsein. Elektrische Mobilität hatten wir schon vor 100 Jahren.
Hat die Straßenbahn auch langfristig Zukunft – trotz hoher Infrastrukturkosten?
Ja. Einige Städte, die ihre Tram abgeschafft haben, trauern ihr heute teilweise nach. Die Kapazität ist unschlagbar, und als Ergänzung zur U-Bahn ist die Tram auf der Oberfläche zukunftsweisend. Mit eigenen Gleisen und Beschleunigungsprogrammen gibt es kaum effizientere Systeme.
Sie arbeiten seit vielen Jahren bei der MVG. Wie begann Ihr Weg?
Ich habe 1991 als Straßenbahnfahrer angefangen. Später wurde ich Verkehrsmeister bei der U-Bahn, danach Stellwerker, dann Disponent und schließlich Leiter der U-Bahn-Leitstelle. Schließlich habe ich mich für das MVG Museum beworben und könnte mir keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen.
Welche Gäste besuchen das Museum?
Sehr viele Familien. Besonders schön sind die Momente, wenn Großeltern ihren Enkeln erzählen, mit welchen Wagen sie früher zur Schule gefahren sind. Wir machen auch Sonderführungen für Altenheime – die Bindung zur Tram ist groß und es ist ein berührendes Erlebnis, wenn sich die betagten Senioren beim Anblick der Tram plötzlich an Momente aus ihrem Leben erinnern.
Öffnungstage, besondere Angebote und mehr Informationen zum MVG Museum unter: www.mvg.de/museum